Syntia ohne Funktion

Dieses Thema im Forum "..:: Syntia ::.." wurde erstellt von andrewagner09, 30. Oktober 2015.

  1. andrewagner09

    andrewagner09 Teetrinker

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    Um dir schneller bei deinen Problem zu helfen, bitten wir dich folgende Angaben zu machen:
    - Mechanik- und Elektronikkenntnisse vorhanden: Ja
    - Messgerät vorhanden:Ja
    - Genaue Bezeichnung der Maschine: 037R

    Hallo liebe Gemeinde

    Eine tolle Gemeinschaft habt Ihr hier, ich bedanke mich schonmal im Voraus für die Hilfe. ;)
    Leider habe ich in anderen Beiträgen bzw über die Suche keine Hilfe bekommen.

    Meine Saeco Syntia rührt sich nicht mehr.
    Netzspannung angelegt, jedoch keine Reaktion.
    Die Sicherungen habe ich bereits gemessen, bis zum Netzteil liegt Spannung an.
    Wie kann ich nun den Fehler weiter eingrenzen?
    Gibt es vielleicht einen Schaltplan der Platine? Das würde die Arbeit sehr erleichtern.
    In anderen Beiträgen wurde von verschiedenen Gleichspannungen gesprochen, allerdings funktionieren die links mit den entsprechenden Bildern nicht mehr.

    Viele Dank und einen schönen Tag
    André
     
  2. hmilbradt

    hmilbradt Administrator

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    Nein, Schaltpläne werden von Saeco nicht veröffentlicht. Es gibt einige Schaltpläne im Forum, die durch mühseliges Reverse Engineering erstellt wurden. Eine Syntia ist nicht dabei.

    Die Syntia hat ein Schaltnetzteil, das geregelte 8 VDC und ungeregelte 24 VDC erzeugt. Die 8 VDC werden dann mit einem Längsregler (Typ 7805) auf 5 VDC für den Mikroprozessor stabilisiert.
    Überprüfe die Spannung an den Elkos hinter dem Trafo. Findest du hier 8 VDC und 24 VDC ?
    Hier ist ein Link auf eine Syntia-Platine ......

    Links für Gäste nicht sichtbar!



    Vorsicht: Am Elko links vom Trafo liegen ca. 320 VDC. Rechts vom Trafo an den 3 Elkos 8 VDC, 24 VDC und 5 VDC (SMD-220µF). rechts davon im TO-220-Gehäuse vermutlich ein 7805-Regler.

    mfg
    Harry
     
  3. Didi20013

    Didi20013 Teetrinker

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    Hallo zusammen,
    habe auch eine Phillips Saeco Syntia ,die nach wenigen Sekunden keinen Strom mehr bekommt und ausgeht.
    Kann das auch an den Elkos liegen?
    Ich hoffe,es kann mir jemand einen Tipp geben,den es wäre sehr schade sie nicht mehr zum laufen zu bekommen.
    Danke für Eure Hilfe
     
  4. uhrmacher

    uhrmacher Team

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    Führe Spannungsmessungen durch
     
  5. leotdi

    leotdi Teetrinker

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    Hallo,

    Links für Gäste nicht sichtbar!

    ,

    hast Du Problem gelöst?

    Habe die gleichen Symptomen.
    Vor letzter Nacht habe den Netzschalter vergessen auszuschalten,
    und keine Standby mehr!
    Seitdem ist Standby nur 2-3 mal aufgetaucht aber sofort verschwunden!

    Die gemessenen Spannungen an Elkos:
    C13 (120 uF/50V) = 2,9 bis 4,6 V (doch nur übertragen von L7805)
    C14 (330 uF/50V) = 10,1 bis 24,7 V (!) - steht vor allem bei mir unter Verdacht
    C51 (220 uF/25V) = 0,6 bis 2,1 V (smd)

    Habe Elkos bestellt, aber keine Ahnung ob hilft ...

    gruss

    leotdipl
     
  6. hmilbradt

    hmilbradt Administrator

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    Untersuche das Schaltnetzteil gründlich. Der Austausch der Elkos alleine kann das Problem nicht lösen. Das Schaltnetzteil liefert normal 8 VDC und 24 VDC. Aus den 8 VDC bildet dann der L7805-Regler stabile 5 VDC für die Logikschaltungen.
    Nach deinen Angaben bildet das Schaltnetzteil vermutlich keine 8 VDC. Die 8 VDC werden vom Schaltregler DM 0265 stabilisiert .....

    Links für Gäste nicht sichtbar!

    ..... Das Fehlen der stabisierten 8 VDC hat Rückwirkungen auf den 5 VDC-Zweig und den 24 VDC-Zweig.
    Nebenbei in Schaltnetzteilen müssen hochwertige low ESR Kondensatoren verwendet werden.

    Leider habe ich keine Syntia-Platine. Meine Infos stammen von der Odea/Talea-Leistungsplatine. Aufgrund dieser Infos ordne ich die Syntia-Kürzel der Kondensatoren ........
    C13 (120 uF/50V) liegt im 8 VDC-Zweig (stabilisiert durch DM 0265)
    C14 (330 uF/50V) liegt im 24 VDC-Zweig (nicht stabilisiert)
    C51 (220 uF/25V) liegt im 5 VDC-Zweig (stabilisiert durch L7805)
     
  7. leotdi

    leotdi Teetrinker

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    @hilmbradt,

    vor allem Vielen Dank für deine Unterstüzung )

    Ich habe heute Netzteil unter Luppe genommen und zwar ... x5.

    Problem wurde von mir gelöst.

    Ursache für die plötzlichen und unerwarteten Ausschaltungen war:
    Pin 1 von Toshiba TLP621 (Photocoupler), der aus elektrochemischen Gründen
    Kurzschluss zur Masse hatte.

    Zusamengefasst:
    -----------------------
    - nach dem Einschalten hat sich Syntia unerwartet völlig ausgeschaltet
    /egal welche Phase gab's (danach war Display dunkel oder mit Standby)
    - Standby tauchte nach dem Netzeinschaltung auf und plötzlich war weg
    (oder umgekehrt, d.h. display war dunkel und plötzlich auftauchte Standby)

    PS.
    lege genaue Bilder von meiner Syntia Platine bei

    gruss

    leotdi
     

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    uhrmacher gefällt das.
  8. hmilbradt

    hmilbradt Administrator

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    Über den Optokoppler TLP621 erfolgt offensichtlich die Potenzialtrennung der Rückkopplung der 8 VDC-Regelspannung zum Schaltregler DM 0265 Pin3 = V feedback. (Vfb)
     
  9. Kaffee231

    Kaffee231 Teetrinker

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    - Mechanik- und Elektronikkenntnisse vorhanden: Ja
    - Messgerät vorhanden: Ja
    - Genaue Bezeichnung der Maschine: HD8839/11

    Ich habe die gleichen Symptome wie oben (Spannung am Eingang, Zusammenbruch der Spannungen an den Kondensatoren C13 (120 uF/50V), C14 (330 uF/50V) und C51 (220 uF/25V)).
    Bei der weiteren Suche ist mir beim Kondensator C14 im 24 V-Zweig ein Kurzschluss aufgefallen, der jedoch nicht am Kondensator selber begründet liegt.

    Kann mit evtl. jemand weiterhelfen?

    Vielen Dank und viele Grüße
    Kaffee231
     
  10. uhrmacher

    uhrmacher Team

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    Gib mal an dieser Stelle (wo der Kurzschluß liegt) vorsichtig eine Spannung drauf (möglichst einstellbar strombegrenzt)erhöhe den Strom langsam und schaue welches Bauteil heiß wird. Dann hast Du den Übeltäter gefunden.
     
  11. hmilbradt

    hmilbradt Administrator

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    Welche Spannungen misst du genau an den Kondensatoren ?
     
  12. Kaffee231

    Kaffee231 Teetrinker

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    Vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Ich messe folgende Spannungen an den Kondensatoren:
    C13: U = 3,6 bis 4,2 V
    C14: U = 0 bis 1,7 V
    C51: U = 0 bis 1,6 V
    Den Versuch, den Uhrmacher vorschlägt, habe ich bisher noch nicht unternommen ...
     
  13. uhrmacher

    uhrmacher Team

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    Dann wird es Zeit ;-)
     
  14. Kaffee231

    Kaffee231 Teetrinker

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    So, ich musste mir erst ein geeignetes Netzteil besorgen ...
    Ich habe nun, wie uhrmacher vorschlug, eine Spannung an der Stelle des Kondensators angelegt.
    Heiß wurde dabei der Widerstand R67. Dieser hat aber auch nur einen Widerstand von 1 Ohm (auch laut Farbcode) und ist von der Baugröße entsprechend ausgelegt.
    Hat jemand noch eine Idee?

    Vielen Dank
    Kaffee231
    P.S.: Ein Bild mit der Platine und den beiden markierten Teilen (Kondensator und Widerstand) folgt.
     

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  15. hmilbradt

    hmilbradt Administrator

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    Ich habe leider keine Syntia. R67 liegt offensichtlich im Getriebemotorstromkreis. Es ist dann der Meßwiderstand für die Stromaufnahme des Getriebemotors.
    Um einen Doppelfehler auszuschließen ziehe den Motorstecker. Die 24 VDC werden nicht stabilisiert. Vermutlich kann ein zur hoher Strom im 24 VDC-Kreis keine Rückwirkung auf die geregelten Spannungen von 8 VDC und 5 VDC haben.
    1. messe die Spannung über C13 (120 uF/50V). C13 liegt im 8 VDC-Zweig (stabilisiert durch DM 0265)
    2. messe die Spannung über C51 (220 uF/25V). C51 liegt im 5 VDC-Zweig (stabilisiert durch 7805)

    3. löte den 5 VDC-Regler aus. Damit wird die gesamte 5 VDC-Logik stromlos. Ist die Spannung über C13 jetzt 8 VDC ??? ..... Dann arbeitet der DM0265 Schaltregler normal.
     
  16. uhrmacher

    uhrmacher Team

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    Ich habe eine Platine hier rumliegen. Ich schau mir das dann mal an. Der Verdacht von Harry (Getriebemotorsteuerung)liegt aber nahe.
     
  17. uhrmacher

    uhrmacher Team

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    Überprüfe mal U6&U7 und D7&D8 und natürlich den Getriebemotor. U6 bzw U7 sind für die Drehrichtungsumschaltung verantwortlich, wenn da einer defekt ist gibt es einen satten Schluss auf der 24V Schiene und damit stimmt dann auch keine der anderen Spannungen mehr.
     
  18. uhrmacher

    uhrmacher Team

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    PIN 1U6 ist Masse Pin 1 U7 ist 24Volt. Pin 5&6 und Pin 7&8 sind jeweils zusammen und gehen über eine Spule direkt an den BG Motor. Der 2. Motor Anschluss ist analog am anderen Doppel Fet. Mache Widerstandsmessung zwischen den beiden Anschlusspaaren. Im stromlosen Zustand der Platine(Motor Stecker abgezogen) darf da kein Schluss messbar sein. Ansonsten ist U6 oder U7 defekt.
     
  19. Kaffee231

    Kaffee231 Teetrinker

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    Lieber hmilbradt, lieber uhrmeister,
    nochmals vielen Dank für Eure Beiträge und das sogar am Sonntag - wahnsinn!

    Ich habe sowohl die Dioden als auch die FETs durchgemessen, aber leider auch dort keinen Fehler feststellen können: Sie zeigen genau das erwartete bzw. von uhrmeister beschriebene Verhalten.
    Als nächstes werde ich den Motor untersuchen - auf diese (offensichtliche) Idee bin ich wegen des Totalausfalls gar nicht gekommen ...
    Die gemessenen Spannungen an den Kondensatoren habe ich oben schon angegeben (bei komplett getrennter Platine, also auch ohne Motor). Ein Kurzschluss (1 Ohm von R67) an C14 bleibt ...
    Als nächstes werde ich den Regler 7805 auslöten und die Spannung an C13 testen.
     
  20. uhrmacher

    uhrmacher Team

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    Wenn die Fets ISO sind bleibt nur eine fehlerhafte Ansteuerung. Prüfe noch die Bauteile im Umfeld von U6&7. welchen Widerstsnd misst Du zwischen den Pins 1 beider Fets?(Platine von allem getrennt)
     

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